SV Moßbach e.V.

Mühevoller Heimsieg gegen kampfstarke Raniser Gäste

Jens Herzog, 26.11.2018

Mühevoller Heimsieg gegen kampfstarke Raniser Gäste

Er belohnte sich endlich für seine konstant guten Leistungen in den letzten Wochen sowie seinen hohen Trainingsfleiß: Florian Aschenbrenner ballte die Faust nach seinem schönen Treffer zur Spielentscheidung (Foto: Mario Streit).

Spielbericht Kreisoberliga, 14. Spieltag:

SV Moßbach I - SG TSV 1860 Ranis I 2:0 (H: 1:0)

Nicht schön. Aber verdient. Ein reiner Arbeitssieg. Es war das erwartet schwere und zähe Match gegen Ranis/Krölpa, ein sogenanntes "Schweinespiel" - wie immer, wenn sich beide Teams gegenüber stehen. Es war im Übrigen das erste Duell, dem beide Ehrenpräsidenten (Dietmar Schott, Wolf-Dietmar Pavel) leider nicht mehr beiwohnen konnten. Kampf und Krampf diktierten das wenig ansehnliche Derby, das die Heimelf aufgrund der Chancenanteile verdient gewann. Allerdings ohne zu überzeugen, denn es war doch ein mühsamer Arbeitssieg. Die Jungs des SVM taten sich sehr schwer, insbesondere in der 2. Halbzeit stemmten sich die einsatzstarken Burgstädter leidenschaftlich und vollblutig gegen den Rückstand. Echte Torchancen konnten sie jedoch nicht erzwingen, so dass es sehr lange beim 1:0 durch Henry Nitschke (10') blieb. Da auch die Platzherren nicht konsequent genug auf das zweite Tor spielten, lebte die Partie vor allem von der Spannung und den Emotionen. Bis Florian Aschenbrenner mit seinem sehenswerten Schlenzer den Deckel auf diese Kampfspiel machte (90'+2) und den Dreier für seine Kameraden eintütete. Glückwunsch, Jungs!

Das Schiedsrichtertrio um das Jungtalent Franz Eschler leitete insgesamt sehr ordentlich. Den Raniser Nachteilsempfindungen (siehe OTZ-Bericht) möchten wir entgegnen, dass das klare und absichtliche Handspiel ihres Torhüters - rund 5 Meter vor dem Strafraum - mit dem folglichen Platzverweis ungeahndet blieb, obwohl sowohl der Schiedsrichter als auch sein Assistent freie Sicht auf die Situation hatten.  

Und hier der Spielbericht aus der OTZ (Quelle: www.otz.de):

Moßbach. Letztlich ist es Kaffeesatzleserei. Und doch erregte nach dem Kreisoberliga-Derby vor allem eine Szene die Gemüter auf Seiten der Gäste. In der 57. Minute legte der bereits verwarnte Henry Nitschke Martin Pechmann nahe der Seitenlinie und wurde unter heftigen Protesten der SG ein letztes Mal von Schiedsrichter Franz Eschler verwarnt. Drei Minuten später war Schluss für Moßbachs Routinier, Peter Pribitny kam für in die Partie.

„Ich war schon etwas angefressen, weil es für dieses Foul einfach die gelb-rote Karte geben muss. Beim Stand von 1:0 gegen zehn Mann wäre vielleicht noch etwas möglich gewesen, aber letztlich müssen wir es so akzeptieren“, so Martin Querengässer, Trainer der SG Ranis/Krölpa, zur strittigen Szene. Sein Gegenüber Jens Herzog sagte: „In der Situation hätten wir uns nicht beschweren dürften, wenn es den Platzverweis gibt, aber ich denke der Schiedsrichter hat das richtige Fingerspitzengefühl bewiesen. Nitschke hat im Spiel eineinhalb Fouls begangen.“

Und nicht nur wegen dieser Szene stand der 39-Jährige im Mittelpunkt des Derbys, sondern auch, weil er einen der spärlich gesäten fußballerischen Glanzpunkte veredelte. In der zehnten Minute ging es über die rechte Moßbacher Angriffsseite schnell, flach und direkt und am Ende des besten Spielzugs der Partie traf Nitschke aus Mittelstürmerposition zum 1:0. Wäre nicht noch Christopher Heynes Lattentreffer kurz vor der Pause gewesen, wäre es das auch schon mit Berichtenswertem aus dem ersten Durchgang gewesen. Moßbach blieb spielerisch unter seinen Erwartungen, Ranis/Krölpa kam nur durch Standards in Tornähe, ohne jedoch gefährlich zu werden.

Mit Beginn der zweiten Hälfte erarbeitete sich der Gast zwar ein Übergewicht, doch der Defensive der Hausherren gelang es, jegliche Gefahr im Keim zu ersticken. Aber es Stand eben nur 1:0. „Wir brauchen das zweite Tor“, rief Herzog seiner Elf nach einer guten Stunde zu und wurde beinahe erhört. Nur Sekunden später tauchte der frisch eingewechselte Peter Pribitny vor Gästekeeper Christian Stöpel auf, verfehlte das Tor aber knapp. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Räume für den SVM größer, doch erst in der Nachspielzeit machte Florian Aschenbrenner mit einem sehenswerten Schuss in den Winkel alles klar.

„Wir sind nicht aufgetreten wie ein Spitzenreiter. Mit der Leistung war ich nicht zufrieden, aber am Ende zählt nur das Ergebnis“, bilanzierte Jens Herzog. Martin Querengässer meinte: „Ich habe den Jungs gesagt, dass es keinen Grund zum Trübsalblasen gibt. Angesichts der Personallage war es eine ordentliche Leistung und wir müssen unsere Punkte bei anderen Gegnern holen.“ (Alexander Hebenstreit / 26.11.2018)

Statistikteil:

Aufstellung SVM:

Christian Lange - Andy Frick, Fabian Thümmel, Timo Grau (GK), Denny Lukes (C) - Felix Neupert (65' Franz Rocktäschel), Karl-Christian Meyer, Sandro Plietzsch (GK, 77' Tony Neundorf), Florian Aschenbrenner, Christopher Heyne, Henry Nitschke (GK, 60' Peter Pribitny)

Aufstellung SGR:

Christian Stöpel - Lucas Reuschel, Martin Pechmann (C/GK), Christian Molle (GK), Daniel Aland - Dominic Schad (78' Patrick Doutheil), Marcus Wagner, Julien Straube, Marc Lindig (81' Ben Aland), Benjamin Brei - Tobias Hahn

Torfolge:

1:0 Henry Nitschke (10')

2:0 Florian Aschenbrenner (90'+2)

Schiedsrichter:

Franz Eschler - Marcus Hölbig, Peter Albrecht

Zuschauer:

81


Quelle:Jens Herzog / OTZ Lokalsport


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