SV Moßbach e.V.

Glücklicher, aber wichtiger Heimsieg gegen spielstarke Gäste

SV Moßbach - Immer am Ball!, 01.09.2019

Glücklicher, aber wichtiger Heimsieg gegen spielstarke Gäste

Die Jubelarie um den Schützen des "Tor des Monats" Florian Aschenbrenner feiert ihren "Windhund", aber auch das Siegtor im Heimspiel gegen den 1. FC Greiz, vor einer Kulisse von knapp 200 Zuschauern (Bild: Mario Streit).

Spielbericht 4. Spieltag 11Teamsports Landesklasse, Staffel 1:

SV Moßbach I - 1. FC Greiz I 3:2 (H: 2:2)

Moßbach ringt Greiz nieder. Einen Blitzstart (Achtung: Wortspiel) legte der SVM hin: Nachdem Stephan Wunderlich den Anstoß von Greiz scharf anpresste, konnte Peter Pribitny durch die Nahtstelle der breit stehenden Abwehrkette gen Gästetor marschieren und zur 1:0-Führung nach 13 Sekunden vollenden. Danach zog das Gewitter näher und der Schiedsrichter Franz Eschler unterbrach die Partie kurz, wegen Blitz und Donner über dem Platz und wohl auch in der temperamentvollen Greizer Coachingzone. Ein tückischer Freistoßaufsetzer von Timo Grau war der Ausgangspunkt zum 2:0, denn der Gästekeeper Niklas Beckert konnte diesen nicht festhalten und erneut war es Peter Pribitny, der erfolgreich abstaubte (15'). Doch die spielstarken und mit zwei Ausnahmen blutjungen Residenzstädter blieben äußerst stabil und kamen schnell zurück, nachdem sie bereits zuvor ihre Gefährlichkeit unter Beweis stellten. In der 21. Minute servierte Schiller eine Maßflanke auf das lange Eck, von wo aus Milde seinen giftigen Kollege Gneupel bediente, der das Leder über die Linie drückte. Und kurz danach bediente erneut Schiller mit einem Schnittstellenpass den Greizer Hochkaräter Nahr, der mit einem Timo-Werner-Antritt von Lange im Tor nur mit einem leichten Foul gestoppt werden konnte; den fälligen Elfmeter verwandelte Gneupel zum 2:2-Ausgleich (24'). Die Donath-Schützlinge blieben danach am Drücker und glänzten vor allem offensiv, eine gewisse Torgefahr lag immer in der Luft. Die erste Halbzeit war temposcharf, rassig und intensiv - auch die Platzherren hatten ihren Anteil daran und kurz vor dem Pausenpfiff brachte Thümmel eine scharfe Eingabe mustergültig auf den zweiten Pfosten, doch Wunderlich konnte die Direktabnahme nur knapp über das Gebälk setzen. Pfiff zur Halbzeitpause, durchatmen, sammeln - und dies galt für alle Beteiligten.

Nach dem Seitenwechsel war der mit sieben Punkten aus drei Spielen sehr respektabel gestartete KOL-Meister Ostthüringen nicht mehr so präsent und geradlinig im Offensivspiel, die Platzherren verteidigten kompakter und erreichten auch mehr Zugriff im Spiel gegen den Ball. Echte Torchancen blieben Mangelware, die Partie lebte vor allem von der Spannung mit viel Einsatz und Kampf. Dennoch mussten Grau, Rocktäschel und Co. ständig auf der Hut sein, denn eine einzige Aktion solcher starken Einzelkönner wie Nahr, Milde und Gneupel konnte spielentscheidend sein. Diesen Lucky Punch sollte es dann geben - aber zum Glück pro Moßbach. Der wenig zuvor eingewechselte Altmeister Robby Wieduwilt setzte sich über die linke Seite durch, zirkelte die Kugel auf Florian Aschenbrenner, der diese in Mittelstürmerposition im Rückwärtsfallen direkt abnahm und über den Zweimeterhüne Beckert hinweg in das Dreiangel einschlagen ließ - ein Traumtor unseres Dittersdorfer "Kreisklassenbolzers" Aschi (sorry, aber du weißt, wie es gemeint ist), der damit seinen ersten Treffer in der Landesklasse verbuchte - und was für einen. Kein Neuzugang aus Polen, kein im U-Bereich hochqualifiziert ausgebildeter Protagonist aus Jena oder Plauen - nein, unser kleiner Aschi aus dem Nachbardorf wuchs damit zum Held des heutigen Tages, denn mit ganz viel Herz, Moral und Qualität wehrten sich die Unseren danach gegen den Ball und Gegner, um auch die vierminütige Nachspielzeit unverseht zu überstehen und drei ganz wertvolle Punkte zu erkämpfen. Stark, Jungs! Glückwunsch, Jungs!

"Ihr habt eine herrliche Anlage hier" lauteten die Begrüßungsworte des Greizer Cheftrainers, der seine Mannschaft zum allerersten Mal in das beschauliche Moßbach führte. "Ihr habt eine starke und zukunftsfähige Truppe zusammen, die wachsen und gedeihen wird, aber die Punkte brauchen wir dringender als ihr" waren die Abschiedsworte unseres Übungsleiters Jens Herzog nach dem Match gen Greiz, wohlwissend, dass der Spielausgang etwas glücklich war. Das Schiedsrichterteam um Franz Eschler leitete umsichtig und gut, obwohl die eine oder andere gelbe Karte vielleicht etwas überzogen war, und dies auf beiden Seiten.

Und hier noch der Spielbericht aus der OTZ, den wir heute hier mit bereitstellen wollen (Quelle: www.otz.de / Alexander Hebenstreit):

Stadionsprecher Patrick Noll sprach von handgestoppten 13 Sekunden, als das Leder in Moßbach zum ersten Mal im Netz zappelte. Kapitän Chris Schiller vertändelte den Ball nach dem Greizer Anstoß und Peter Pribitny schoss den SVM in Führung. Es war der Auftakt eines wilden Ritts durch die erste Hälfte, die darüber hinaus noch eine Gewitterunterbrechung, Tore satt, eine Aufholjagd und nicht zuletzt phasenweise tollen Fußball bot.

Für Letzteres waren vor allem die Gäste zuständig, die sich auch vom 0:2 nicht aus dem Konzept bringen ließen, als Pribitny nach Timo Graus Freistoß erfolgreich abstaubte (15.). "Wir hatten einen optimalen Start, aber Greiz kam dann stark zurück. Sie waren viel spielstärker als wir. Ehrlich gesagt hätte ich zur Halbzeit nicht damit gerechnet, dass wir die drei Punkte in Moßbach behalten", sagte Trainer Jens Herzog.

Denn bereits zur Pause war die Zwei-Tore-Führung seiner Elf dahin. Lag der Anschluss bereits bei Lamin Darboes Kopfball und Philipp Gneupels Latten-Freistoß in der Luft, klappte es im dritten Anlauf, als Denny Milde einen weiten Freistoß in die Mitte legte und Gneupel zur Stelle war (21.). Wenig später hatte Greiz‘ hochveranlagter Offensivzugang James Kevin-Nahr seinen großen Auftritt. Das leere Tor vor Augen wurde er von Christian Lange, den er bereits umkurvt hatte, umgerissen und den fälligen Strafstoß versenkte Gneupel zum Ausgleich (24.).


Quelle:Jens Herzog (SVM) / Alexander Hebenstreit (OTZ)