SV Moßbach e.V.

Wir gratulieren Matthias Liebers!

Jens Herzog, 22.11.2018

Wir gratulieren Matthias Liebers!

Happy Birthday, Matz!

Er hat weiland durch den Fußball die ganze Welt gesehen, war Fußballprofi, Nationalspieler und Olympiateilnehmer. Dennoch ist er immer bescheiden, bodenständig und vor allem menschlich geblieben. Die Rede ist von Matthias Liebers, der Leipziger Fußballlegende, der längst seine zweite Heimat im Saale-Orla-Kreis gefunden hat und auch hier als absoluter Sports- und Familienmann geschätzt wird. Mit unserem SV Moßbach kam er zwar bislang nur als gegnerischer Trainer in Test- und Pflichtspielen in Berührung (siehe folgende Bilder), dennoch gab bzw. gibt es eine Verbindung zu vielen Moßbacher Sportfreunden und viele Geburtsdaten bzw. Nummernschilder seiner früheren Schützlinge aus dem Nachwuchs- und Herrenbereich in Neustadt weiß er selbst heute noch. Ob Jens Herzog, Henry Nitschke, Denny Lukes, Sandro Plietzsch, Stephan Wunderlich, Franz Rocktäschel, Tony Neundorf, André Wolfram oder Pierre Larose - sie alle liefen als Spieler bei ihm durch und lernten ihn als fußballerischen Fachmann, aber auch als liebenswerten und demütigen Mensch kennen und schätzen. Noch heute sprechen ihn die meisten seiner ehemaligen Schützlinge respektvoll mit "Trainer" oder "Herr Liebers" an.

So manche Episode aus der früheren Fußballwelt blieb uns haften: Vom einer Flugzeuglandebahn gleichenden Betonplatz in Valletta über das hohe Gras und die Luftfeuchte in Quito bis hin zu den EC-Spielen gegen den Weltfußballer Diego Armando Maradona oder das legendäre EC-Halbfinalspiel vor 110.000 Zuschauern im Leipziger Zentralstadion gegen die "Weltauswahl" von Girondins Bordeaux - mit dem späteren Finalspiel gegen Ajax Amsterdam unter dem Cheftrainer Johan Cruyff (1987 in Athen, u.a. gegen solche Weltstars wie Frank Verlaat, Marco van Basten, Frank Rijkaard, Jan Wouters), hatte Matthias immer mal wieder eine Story aus seiner eigenen Laufbahn auf Lager, auch in der Spielansprache. Da konnte man nur mit offenem Mund unglaublich staunen, ebenso wie bei seinem technischen Können in der 5-2-Ecke, beim stehenden oder sitzenden Jonglieren oder bei den bilderbuchmäßigen Volleyschüssen, die er wie vom anderen Stern in totaler Leichtigkeit in Szene setzte - mit seinem ihm typischen verschmitzten Lächeln im Gesicht.

Auch über das Fußballferiencamp und das Stützpunkttraining wurde er vielen jüngeren Fußballern aus der gesamten Region bekannt. Nach seinem wehmütigen Abschied vom Sportverein in Neustadt (hier konnte er als Cheftrainer den Aufstieg in die Landesklasse und Verbandsliga feiern) - der seine längste Station nach dem 1. FC Lok bzw. späteren VfB Leipzig werden sollte - ging es für Matthias als Trainer in der Region erfolgreich weiter: Über den FC Saalfeld, den TSV 1860 Ranis und den FC Motor Zeulenroda ist seine aktuelle Aufgabe die SG Traktor Teichel geworden, die er aktuell sogar auf den überragenden 2. Platz in der Landesklasse geführt hat.

Sagenhafte 59 Länderspiele für die DDR-Nationalmannschaft, 43 Europapokalspiele für den 1. FC Lok Leipzig, 25 Erstliga- und 74 Zweitligaspiele für den VfB Leipzig nach der politischen Wende, die er leider bereits als betagterer Spieler erlebte, so dass ihm ein lukrativer Westvertrag verwehrt blieb. Olympiateilnehmer 1980, Juniorenmeister, Vizemeister, Pokalsieger der DDR. Und eine treue und stets loyale Seele für seinen ewigen Herzensverein aus Probstheida, mit dem altehrwürdigen Bruno-Plache-Stadion - Matthias genießt absoluten Kultstatus. Ein ostdeutscher Fußballheld für seine Generation. Nicht nur in Leipzig. Fanpost und Autogrammwünsche flattern noch heute bei ihm ein, teils sogar aus Übersee.  

Heute, am 22.11.2018, feiert "Matz" bzw. "der Lothar Matthäus des Ostens" - man kann es kaum glauben - seinen 60. Geburtstag, sicherlich nur im kleineren familiären Kreis, mit seiner Frau Romy und seinen Kindern - denn alles andere wäre atypisch für ihn, den Mann, der weitaus höherklassig trainieren hätte können - ob seines Namens, seiner Erfahrung und Kompetenz. Doch er wollte immer Mensch und auch in der Region bleiben, so wie und wo er sich wohl fühlt. Mit Herzlichkeit und Wärme. Mit Sinn für Familie und den Freizeit- bzw. Breitensport. Ohne das Scheinwerferlicht der Kameras. Ohne die Scheinheiligkeit und Schnelllebigkeit des knallharten Profigeschäftes.

Lieber Matthias, all Deine alten, ehemaligen Weggefährten und Schützlinge des SVM wünschen Dir von Herzen alles erdenklich Gute zum heutigen runden Geburtstag - verbunden mit ganz viel Gesundheit, Glück, Erfolg und persönlichem Wohlergehen. Kurz und bündig möchten wir sagen: Bleib so, wie Du bist!


Quelle:Urheber: ullstein bild via Getty Images (Bildnachweis Titelbild) / Mario Streit


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