SV Moßbach e.V.

2.Mannschaft : Spielbericht Kreisliga Saale-Orla, Staffel B, 13.ST

SV Moßbach II   SV 1990 Ebersdorf
SV Moßbach II 1 : 1 SV 1990 Ebersdorf
(0 : 0)
2.Mannschaft   ::   Kreisliga Saale-Orla, Staffel B   ::   13.ST   ::   16.03.2019 (16:00 Uhr)

Gerechte Punkteteilung nach einer mäßigen Partie

Außer Spesen war nicht viel gewesen. Die Nachholpartie, die regenbedingt kurzfristig auf dem Kunstrasenplatz in Bad Lobenstein ausgetragen wurde, hatte bei weitem nicht die Qualität, die der Wohlfühlteppich in der kurstädtischen Poststraße darbot. "Wir hatten mehr Anteile in der 1. Halbzeit, Moßbach gehörte dann die 2. Hälfte. Insgesamt sah ich einen verdienten Spielausgang", so das Fazit des Ebersdorfer Sturmführers und Kapitäns, Thomas Kirst. Hätten Tobias Krüger (9'/unbedrängt, aber überhastet aus 10 m neben das Tor geschossen) und Robby Wieduwilt (18'/Freistoßhammer aus 35 m an die Querlatte) ihre Chancen genutzt, wäre das zähe Match sicherlich anders verlaufen. Aber so plätscherte das Geschehen mit viel Leerlauf und Grobmotorik vor sich hin und es gab faktisch keine nennenswerten Szenen. Kampf und Krampf überwogen. Ein aufreibendes physisches Abnutzen, wobei beiden Teams die lange Winterpause deutlich anzumerken war.

Auch nach der Pause sahen die Zuschauer im weiten Rund zwar ein Bemühen beider Teams, das sich primär in der Mittelzone darstellte, aber kaum Zwingendes produzierte. Die Wilfert-Schützlinge verschafften sich ein optisches Übergewicht mit einem klaren Plus an Ballbesitz, die Ebersdorfer kämpften engagiert gegen den Mann und Ball. "Wir haben es nicht geschafft, druckvoll und zwingend in das letzte Drittel zu kommen. So machten wir es der Gästeabwehr leicht, unsere Offensivbemühungen zu verteidigen", so Michael Wilfert nach dem Spiel. "Nachtigall, ick hör dir trapsen" schlussfolgerte die Talkrunde auf der Moßbacher Trainerbank und wenig später war es auch so: Ebersdorf kam selten in den Strafraum, aber dann forderten sie (zurecht) Handspiel und aus dieser strittigen Situation erzielte Steffen Hornfeck im Wuling das überraschende 0:1 für die Randlobensteiner (66'). "Kommen wir hier zurück?" lautete die berechtigte Frage für Wilfert & Co. Doch bereits drei Minuten später war es der ansonsten gute Gästekeeper René Schau, der unfreiwillig zum Assistgeber wurde: Sein missglückter Abschlag landete direkt vor den Füßen von Robby Wieduwilt, der den Ball mit der Pike direkt abnahm und aus 40 m ins verwaiste Tor kickte. Adi Dassler sah posthum den Belastungstest für seine neuzeitlichen Prototyp-Erben als bestanden an und der SVM kam danach zielstrebiger und siegeswilliger in die Partie zurück. Noch mehr Ballbesitz, noch mehr Druck - doch wie zuvor nur bis zum Strafraum, so dass zu wenig Torgefahr erzwungen wurde. Außer bei Schüssen vom auffälligen Altmeister Wieduwilt, die der Torwächter Schau aber jeweils solide meisterte. Trotz emsiger Bemühungen reichte die verbleibende Spielzeit nicht mehr aus, den Lucky Punch zu setzen. Somit stand mit dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Weck, der sich sein Feierabendbierchen mit einer ordentlichen Leistung verdiente, ein insgesamt gerechtes Resultat, mit dem die Ebersdorfer wohl besser leben konnten als die gut besetzten Moßbacher. 

Michael Wilfert: "Am Ende müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein. Es war die erwartet schwerfällige und diffizile Aufgabe. Wir müssen uns im Training und in den nächsten Spielen Form und Vertrauen erarbeiten, um wieder flüssiger in Schwung zu kommen. Dazu muss aber die Trainingsmoral gesteigert werden."

Statistikteil:

Aufstellung SVM:

André Wolfram (TW) - Kenny Böswetter (C/GK), Andreas Tittel, Florian Borde (GK), Benjamin Hopfe (66' Raffael Beilschmidt) - Toni Fruth, Denny Lukes, Florian Aschenbrenner, Robby Wieduwilt - Tobias Krüger, Julian Biedermann (68' Nico Podolsky)

Aufstellung SVE:

René Schau (TW) - Daniel Vollstädt, Martin Ruckert (46' Hendrik Roeppischer), Frank Peter Warnat, Rodger Ludewig - Chris Neumeister (GK), Steffen Hornfeck, Rico Buettner (46' Felix Schreck), Thomas Meisgeier - Thomas Kirst (C), Marvin Wolff (80' Tom Scherf/GK)

Torfolge:

0:1 Steffen Hornfeck (66')

1:1 Robby Wieduwilt (69')

Schiedsrichter:

Volkmar Weck (Miesitz) - Sascha Müller, Maksym Sukhodolskyy


Quelle: Text: Jens Herzog / Bild: Mario Streit

13.03.2019, Jens Herzog

Schwere Aufgabe in Ebersdorf

Sofern der unwägbare Wettergott mitwirkt, findet die Nachholpartie aus der 1. Halbserie am Samstag in Ebersdorf statt - ansonsten ist ein kurzfristiges Ausweichen auf einen regionalen Kunstrasenplatz eine reale Option, die unser Teamchef sehr gern ziehen würde. "Wir wollen unbedingt spielen, egal wo", so Michael Wilfert, der mit seinen Schützlingen endlich aus den Startlöchern kommen will. Zumal die Nachholtermine rar gesät sind. "In und gegen Eberdorf war es nie einfach für uns und auch diesmal erwarte ich ein enges, zähes und kampfintensives Match. Mit einem Punkt wäre ich bereits zufrieden. Zumal uns einige wichtige Akteure nicht zur Verfügung stehen werden." Die Gastgeber befinden sich ob ihrer Tabellensituation unter einem gewissen Zugzwang und werden alles daran setzen, ihre Tugenden einzubringen und mit einem Heimsieg zu starten.

Als Spielleiter ist der erfahrene Sportfreund Volkmar Weck (Miesitz) angesetzt, der an den Seitenlinien von Sascha Müller und Maksym Sukhodolskyy begleitet wird. Der Anstoß ist für 14:00 Uhr geplant.

Sollte das Spiel nicht in Ebersdorf ausgetragen werden können, ist eine kunstrasenbedingte Verschiebung auf Samstag/18:00 Uhr oder Sonntag/14:00 Uhr möglich; hierüber informieren wir aber aktuell auf unserer Homepage.